DIE IDEE DES JAHRESPROGRAMMS

Ich möchte die Welt nicht einfacher machen, als sie ist. Die Welt ist komplex, oft undurchschaubar, widersprüchlich...

Aber in meiner Arbeit mit Menschen habe ich die Erfahrung gemacht, daß viele Themen und Probleme sich zwischen zwei oder besser vier Polen abspielen:

 

Der Ausgangspunkt therapeutischer Arbeit ist oft das ICH. Viele Menschen, die zu mir kommen sind verunsichert. Sie haben das klare Gefühl und den Zugang dazu verloren, wer sie eigentlich sind, wo ihre Mitte und wo ihre Grenzen sind. Was sie im Inneren zusammenhält und was sie antreibt. Wenn man ein gutes, stimmiges Gefühl zu sich selber, zu seinem ICH entwickeln kann, dann ist das für die meisten schon ein Riesenschritt vorwärts. 

 

Aufbauend auf diesem stabilen ICH, geht es darum in Kontakt zu kommen mit ANDEREN. Wie gelingt dieser Kontakt, ohne sich selber aufzugeben, sich in Gefahr zu bringen, in unangenehme Gefühle, auf unsicheres Terrain zu geraten? Selbstbewusster, direkter, authentischer Kontakt zu ANDEREN ist lebenswichtig, nährend, glücklich machend. 

 

Die zweite Achse bewegt sich zwischen den Polen ENTSPANNUNG und AUSDRUCK. ENTSPANNUNG heisst loslassen, Atem schöpfen, die Muskeln und die innere Anspannung lockern. In die Ruhe kommen, durch weglassen zu den ganz grundlegenden Basics des Lebens kommen: Atem, klarer Blick, Gelassenheit, Zuversicht…

 

Und dann, wenn die Entspannung gelingt: aus der Ruhe in den AUSDRUCK kommen. Was ist da? Was will raus? Wie drückt sich das ICH aus in der Welt? Durch Sprache, Haltung, Kunst, Bewegung. Den eigenen Ausdruck in die Welt bringen.